Seiten

Sonntag, 25. Juli 2021

Eigene Bauteile-Produktion ...

Selbst wenn gerade keiner am Fahrzeug arbeitet (ja, auch das kommt vor) geht es immer weiter. Seit ein paar Stunden auch automatisiert. Wir wollen ja an der ausziehbaren Rollstuhl-Schublade ein Ladegerät für den Rollstuhl anbringen. Außerdem soll die Kühlbox ausziehbar im Küchenschrank eingebaut werden. Die dafür notwendigen Kabel einfach so rum baumeln zu lassen wäre schlecht, das würde kaum ein paar Wochen halten. Daher druckt mein 3D Drucker (Ender 3pro) gerade Kettenglieder für eine Kabel-Schleppkette.


Diese Schleppkette schützt und führt das Kabel bei der Hin- und Her-Bewegung und ermöglicht die parallele Führung mehrerer Kabel gleichzeitig.


 
 
 Halter für die bekannten Ostmann Gewürzdosen sind auch gerade im entstehen. :-)



Da ich die normalen Bordspannungssteckdosen / Zigarettenanzündersteckdosen nicht mag entstehen hier auch gerade Einbau-Steckdosen auf XT90 Basis.



Eine Halterung als Schutz für ein spezielles (Modellbau-) Ladegerät aus meinem Bestand hab ich auch schon fertig. Damit werden wir später den Elektrorollstuhl von Nicole (24V Bleibatterie) über die 12V Solaranlage des Wohnmobils laden. Und da das Ladegerät dazu im "Kofferraum" des Fahrzeugs arbeiten muss hab ich einen extra massiven Halter entworfen der das Ladegerät wirkungsvoll vor anderer Ladung schützen kann. Damit wird das Ladegerät dann an der Rollstuhl-Schublade verschraubt.

 

 Und jetzt gibt es auch noch Schalterplatten und große Wand-Steckdosen im 60x60 mm Raster.





Eine Halterung für eine Taschenlampe ist auch schon fertig. Die wird später im Fahrerhaus montiert.


Schon praktisch so moderne Technik.  😏





Samstag, 24. Juli 2021

Da war VIEL Glück dabei !

Mal ehrlich Leute, das Auto und wir haben einen echt fitten Schutzengel. Beim Kauf des Fahrzeugs haben wir die Überführung (natürlich) über die Autobahn gemacht. Und es wurde noch eine Probefahrt nach Solingen gemacht. Insgesamt haben wir ca. 170 km hinter uns gebracht.

Und dann kam die Erkentniss : es gab nirgendwo an dem 20 Jahre alten Fahrzeug einen Hinweis darauf das jemals der Zahnriemen erneuert wurde. Und die Recherche bei der DLRG ergab das mir niemand was dazu sagen konnte. Gut, der Wagen hat erst 50.000 km runter. Aber er hätte eigentlich aufgrund seines Alters den vierten Zahnriemen haben müssen.

Also, ab in die Werkstatt. Zahnriemen, Wasserpumpendichtung und Keilriemen tauschen. 3 Tage und 800,- € später hatte der Wagen zusätzlich eine neue Wasserpumpe, neue Zahnriemenspannrollen und eine Motorwäsche erhalten. Und was soll ich sagen, der Zahnriemen hatte keine einzige Stelle ohne tiefe Risse. Der hätte eine Vollgasfahrt (oder eben die Abgas-Untersuchung beim TüV) unter Garantie nicht überlebt. Das wäre es dann gewesen mit dem gerade eingefahrenen Motor ...

Aber mein Misstrauen hat das verhindert und wir sind jetzt so weit fertig für den TüV am 2. August. Dann wird er umgeschrieben von "Sonder-Kfz Kat.-Schutz" auf "Lkw".

Freitag, 9. Juli 2021

Kleine Fortschritte, Überraschungen und ein weiterer Rückschlag.

Nicht das ihr glaubt hier tut sich nichts. Gerade habe ich die Regale und die Sitzbank im Laderaum ausgebaut. Der Laderaum, der vorher recht klein wirkte, sieht jetzt schon ganz anders aus. Viel geräumiger ! Die Sitzbank los zu werden brachte noch Probleme mit sich. Die AWB in Köln nimmt zwar jede Form von Sperrmüll ... aber leider NICHT diese Sitzbank. Sie stammt ja aus einem Fahrzeug, dann dürfen sie die nicht annehmen. Also hab ich sie zusammen mit dem Alu der Regale beim Bender in Opladen abgegeben. Der Wagen ist jetzt über 100 kg leichter. Ich bin mal gespannt was der am Ende leer tatsächlich wiegt.

Die Hörner der Sondersignalanlage wurden abgebaut und die Löcher vorerst mit Dichtmasse und Schrauben verschlossen. Hier werden später Halogen-Fernscheinwerfer montiert. Aber damit will ich jetzt bei der Umschreibung den TüV nicht beunruhigen.

Und der Einstieg an der Schiebetür hat schon den Handlauf bekommen den Nicole sich gewünscht hat. 42mm dick und in Edelstahl. Das sollte gut funktionieren.

Allerdings hat sich ein weiteres Problem aufgetan. Irgendwo hab ich beim zeichnen der Grundrisse einen massiven Denkfehler gehabt. Beim markieren des Grundrisses auf dem Boden des Fahrzeugs stellte sich raus das die Platzverhältnisse, speziell bei den Maßen der Sitzgruppe und der Nasszelle absolut NICHT passen. Na ja, besser jetzt einen Haufen Papier verschwenden als später jede Menge Holz falsch zu sägen. Eines muss ich allerdings komplett neu bauen : die Rollstuhl-Schublade. Denn die muss nun aus Platzgründen quer montiert werden.

Deswegen gibt es jetzt hier einen neuen Grundriss :


Freitag, 18. Juni 2021

Kleine Rückschläge ...

Bau dir ein Wohnmobil, da erlebste was !   😂

Unser Basisfahrzeug muss ja zum TüV. Zum einen für die Umschlüsselung als Lkw. Zum anderen aber auch für eine Hauptuntersuchung. Denn die möchte ich machen lassen bevor ich anfange den Ausbau zu machen. Mit einem leeren Fahrzeug hat der TüV weit weniger Probleme als mit einem Teil-Ausbau.

Nun ist es aber so das absolut nicht raus zu bringen ist wie alt der Zahnriemen des Fahrzeugs ist. Der Wagen hat erst rund 50.000 km runter. Aber ... eigentlich soll der Zahnriemen auch alle 5 Jahre getauscht werden. Es müsste als mindestens der vierte Zahnriemen im Auto sein. Genau dafür gibt es aber KEINE Hinweise. Im schlimmsten Fall ist das Teil also 20 Jahre alt.

Damit werde ich aber auf keinen Fall zum TüV fahren und eine Abgasuntersuchung machen lassen. Denn dabei würde ich riskieren das sich der gerade erst eingefahrene Motor mit einem lauten Knall für immer verabschiedet.

Daher haben wir jetzt den TüV Termin und die Zulassung des Fahrzeugs auf August verschoben. Das gibt uns die nötige Zeit um diese Arbeiten in Ruhe zu machen. Jetzt (solang der Galaxy noch nicht verkauft ist) stört uns so eine Verzögerung am wenigsten.

Vorhin war ich bei unserem Autoschrauber, das Auto vorstellen. Ich glaube als erstes hatte der einen starken Fluchtreflex. Schließlich macht er zu 90% Pkw. Und der Ducato mit dem Sonderaufbau ist schon ... riesig. Aber er hat sich entschlossen uns als Kunden zu behalten. Auch mit diesem Fahrzeug. 😎  Und die Erneuerung des Zahnriemens kommt gar nicht so teuer wie befürchtet. Das machen wir Anfang August.

Eine Probefahrt von 60km (über Land nach Solingen und zurück) hab ich auch noch gemacht. Der gute Eindruck den der Wagen bisher gemacht hat wurde dabei auch wieder bestätigt. Auch die Tankuhr hat beschlossen ihren Dienst wieder auf zu nehmen, sie zeigt jetzt an was sie anzeigen müsste.

Schade das das Überführungskennzeichen heute abläuft. Aber wenn man nur rum fährt kommt man nicht zum arbeiten.

Montag, 14. Juni 2021

Ausbau #001 - erste Arbeiten und Überführung

 Noch auf dem Hof des Vorbesitzers haben wir erste Arbeiten machen können. Der Beifahrer-Notsitz wurde ausgebaut und durch einen Reisemobilsitz ersetzt. In der Zwischenzeit hat Nicole angefangen die Beschriftungen zu entfernen. Eine fürchterliche Arbeit. Ich denke aber das sich die Farbunterschiede zwischen dem verblichenen Lack und dem Lack unter den Aufklebern noch auspolieren lassen. Wenn wir denn mal irgendwann alle Aufkleber ab haben ... 😇

Beim entfernen der Innenverkleidung an mehreren Stellen zeigte sich das die Konstruktion des Flensburger Koffers ideal für einen Eigen-Ausbau geeignet ist. Überall in den Wänden finden sich Rahmen aus 40mm Vierkant-Alurohr. Da kann man problemlos Nietmuttern setzen und so die Möbel verschrauben. Das Teil ist VIEL besser geeignet als der oft umgebaute Kögel DHL-Koffer.

Bei einer Überprüfung stellte sich raus das die Brennkammer der Standheizung schon 2014 hätte getauscht werden müssen. Die letzten 3 TüV-Stempel hätte der Wagen so eigentlich gar nicht bekommen dürfen. 😈 Also muss auch die Standheizung erstmal ausgebaut werden. Das ist aber nicht so tragisch, die hätte eh ihren Platz im Inneren des Fahrzeugs verlassen müssen. Ob wir sie mit einer neuen Brennkammer versehen an anderer Stelle wieder einbauen müssen wir noch entscheiden.

Heute Nachmittag haben wir das Fahrzeug mit einem Überführungs-Kennzeichen abgeholt. Die Fahrt verlief völlig problemlos. Sehr phantasievoll ist die Tankuhr, sie zeigt an was sie will. Nur mit der Wahrheit hat der angezeigte Wert eigentlich nichts zu tun. Das kenne ich aber schon von anderen Fiat Ducato zur Genüge. Ansonsten zeigt sich das der 2,8 Liter Diesel mit 87 PS eine ganz gute Motorisierung ist. Brummig, aber überraschend agil. Das gefällt mir schon mal sehr gut.

Nun kann der Spaß also los gehen. Dann gibt es hier auch mehr Bilder :-)

Montag, 7. Juni 2021

Vorbereitungen #002 - Materialbeschaffung

 Die letzten Tage waren geprägt von umfangreichen Materialbeschaffungen und ersten Arbeiten an Fahrzeugteilen. Ich glaube nicht das der Paketbote uns noch mag. Seit wir an dem Wohnmobil arbeiten muss er Überstunden schieben.

Von Werkzeugen über Holzleim-Vorratsflaschen bis hin zu einer elektrisch ausfahrbaren Trittstufe hat er letzte Woche ca. 15 Pakete ran geschleppt. Unsere Wohnung sieht aus wie das Lager einer Schreinerei.

Wichtige Entscheidungen mussten getroffen werden. Zum Beispiel welche Wassertanks in den doppelten Boden eingebaut werden sollen. Die Wahl ist auf 77 Liter Tanks mit nur 20cm Bauhöhe gefallen. Die passen optimal und eine größere Menge Wasser bekommen wir mit Rücksicht auf die Zuladung eh nicht hin.

Unsere "Schublade", ein ausziehbarer Teil des Kofferraum-Bodens, zum verladen des Rollstuhls ist auch schon vormontiert. Hier die Schubladen-Platte.


Eine 21mm Siebdruckplatte mit untergeschraubten Verstärkungen und 100cm langen Schwerlast-Vollauszügen mit 200kg Belastbarkeit sollte eigentlich keine Probleme mit den ca. 110 kg des Rollstuhls haben. Das schöne ist das die komplette Einheit schon vormontiert werden kann und fertig eingebaut werden kann bevor wir das Fahrzeug am 14.7. abholen können.

Mittlerweile sind aber auch die Seitenwangen und die Vollauszüge schon montiert. Uff, das Teil ist echt schwer geworden. Aber da ist das aus Stabilitäts-Gründen echt nötig. Gewicht einsparen können wir an anderen Stellen problemloser.

So, die "Schublade" ist fertig und wird übermorgen (noch auf dem Gelände des Vorbesitzers) in den Wagen eingebaut. Drei Tage später holen wir den Wagen dann nach Köln. Und dann geht es richtig los.

Dienstag, 1. Juni 2021

Vorbereitungen - #001 : Vorraussetzungen schaffen

Wir wollen ja das Fahrzeug auf der Straße, also ohne eine Werkstatt, komplett ausbauen. Da unser Stellplatz (ein Parkplatz nahe unserer Wohnung) direkt neben einem Wohnhaus liegt ist dort ein Arbeiten nur dann möglich wenn es sich um absolut leise Arbeiten handelt. Für alles was Krach macht müssen wir wo anders hin. Zum Beispiel ins nächste Industriegebiet. Eine Versorgung der Baustelle muss also bereits komplett autark stattfinden.

Es wird natürlich Leute geben die sagen werden das "ein kompletter Ausbau ohne eine Werkstatt mit Stromanschluss unmöglich ist". Nun, moderne Akku-Werkzeuge haben heute einen Stand erreicht der zügiges Arbeiten auch ohne 230V Versorgung möglich macht.

Ich habe ich aus mehreren Gründen für die Verwendung von Bosch 10,8 (bzw. 12) Volt Akkugeräten mit LiIon-Akku entschieden.



Erste Testläufe mit den Maschinen an Resthölzern waren schon sehr postiv. Dank Lithium-Akkus und Brushless-Motoren sind die Geräte handlich, liegen gut in der Hand und sind überraschend kraftvoll. Ein Trennschleifer und ein Excenter-Schleifer des selben Systems werden noch folgen.

 Das ganze hat einen großen Vorteil. Ich kann die Geräteakkus unter Verwendung meiner Modellbau-Ladegeräte direkt aus der Batterie der Solaranlage wieder aufladen. Ein Umweg über einen Wechselrichter oder das laden zuhause sind also nicht nötig. Mit 4 bis 5 Akkus und der Möglichkeit leere Akkus sofort im Fahrzeug wieder aufladen zu können sollte es möglich sein praktisch ohne größere Pausen zu arbeiten.