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Montag, 10. April 2023

Moderne Technik und ihre Tücken ...

Ich habe ja normalerweise KEIN angespanntes Verhältniss zu moderner Technik. Im Gegenteil, ich liebe sowas eigentlich. In unserem Wohnmobil wird es eine moderne LiFePO4 Batterie (12V 280 Ah) geben. Die habe ich (weil es dann VIEL billiger wird) selber aus 4 Einzelzellen und einem Batterie-Managment-System zusammen gebaut. Dieses Batterie-Managment-System (in meinem Fall ein JK-B2A 4-20P) soll die einzelnen Zellen überwachen sowie das laden und entladen kontrollieren. Dafür kann man alles mögliche einstellen.

Eigentlich ...

Als erstes hab ich also mal die passende App auf dem Handy installiert. Das kann dann nämlich mit dem BMS "reden". Dann hab ich dem BMS einen neuen Namen gegeben, man will es ja auch auf einem vollen Campingplatz wiederfinden. Auch das Werks-Passwort 1234 war schnell geändert. So weit so gut. Denn nun fing der Spaß erst an. Ja, die wichtigsten Daten konnte ich auslesen. Zugang zu den Einstellungen gab es nur nach erneuter Passwort-Eingabe. Ist ja irgendwie auch sinnvoll. Also das Passwort eingegeben. Und schon war sie da ... die Fehlermeldung. Passwoard Failure. Nach ca. 200 Versuchen war ich nahe dran den Hersteller mit einer unflätigen eMail zu "erfreuen".

Durch einen Lauf mit Google stellte sich dann aber raus das es für die Einstellungen ein extra-Passwort gibt. Mit zwei Stellen mehr. Und das ändert sich auch nicht mit wenn man das User-Passwort ändert ! Ich konnte also eingeben was ich wollte, die Chance das richtige zu treffen war fast Null. Da soll man mal drauf kommen. Wozu machen die kleinen, gelben Männer eigentlich eine Anleitung wenn sie dann die wichtigsten Informationen da gar nicht rein schreiben ? Das machen die doch mit Absicht um uns zu ärgern !

Und nun, es läuft ! Die Batterie lädt, das BMS lässt sich ein- und ausschalten und der Ballancer arbeitet auch. Na also, geht doch ! Demnächst kommt also der Strom fast wie zuhause aus der Steckdose.

Montag, 13. Februar 2023

Faulheit ... und Neuigkeiten bei der Elektrik

Ja, was soll ich sagen ... ich war faul. Über Weihnachten und bis Anfang Februar hat sich kaum etwas am Wohnmobil getan. Ich hab mir etwas Ferien gegönnt. Da unsere ersten Fahrten aus Termingründen eh erst ab Ende Mai stattfinden können ist das unproblematisch. Und völlig untätig war ich ja auch nicht.

Seit Dezember liegen die Solarmodule im Keller. 6 Stück monokristaline 150 Watt Prevent-Module mit 18/36 Volt Modulspannung. Wir werden sie mit 36 Volt nutzen um es dem MPPT Laderegler etwas leichter zu machen aus weniger Licht mehr Strom zu machen. Zusammen werden wir also 900 Watt maximale Modulleistung (entspricht etwas über 60 A Ladestrom) auf dem Dach haben. Bis auf einen schmalen Wartungssteg in der Mitte ist damit das Dach auch voll. Eventuell werde ich die Module sogar aufstellbar machen um die Ausbeute bei tief stehender Sonne zu verbessern. Das muss ich mir aber beim Bau des Dachträgers erstmal genauer ansehen.

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Anfang Februar wurden die LiFePO4 Zellen für den ersten Batterieblock geliefert. Bestellt habe ich sie bei der Firma NKON in Holland, geliefert wurde (erstklassig verpackt) innerhalb von 3 Tagen mit GLS. Es handelt sich um B-Grade Zellen des Herstellers EVE Jingmen, Produktionsjahr 07/2022 mit je 280Ah. In den nächsten Tagen werde ich diese Zellen initialisieren, ballancieren und dann zu einem Batterieblock zusammenbauen. Leider kommt unser 200Ampere BMS-System erst ca. Mitte März bei uns an.

Von den bisherigen Messwerten her sind die Zellen von sehr guter Qualität. Sie haben alle einen sehr guten, identischen Innenwiderstand und auch die Kapazitätswerte von den bisher gemessenen 2 Zellen sind mit 282,9 und 282,3 Ah wirklich gut. Das die Zellen als B-Grade eingestuft wurden kann daran liegen das die Außenhülle leichte optische Mängel aufweist. Das ist aber nichts tragisches und beeinträchtigt die Funktion nicht. Bei 151,- pro Zelle gegenüber 184,- (für baugleiche A-Grade Zellen) kann man so jedenfalls deutlich Geld sparen. Und nach meinen bisherigen Erfahrungen ohne Abstriche bei der Nutzung hinnehmen zu müssen.
Diesen Sommer werden wir erstmal mit diesem Batterieblock auskommen müssen, im Winter 2023/24 werden wir einen zweiten Batterieblock aus baugleichen Zellen zusammenstellen und so unsere Batteriekapazität auf 560Ah verdoppeln. Ja ... eigentlich völlig übertrieben für en normales Wohnmobil. Allerdings müssen wir aus der Fahrzeugstromversorgung den Elektro-Rollstuhl von Nicole laden müssen. Eine komplette Ladung des Rollstuhls zieht uns gleich 140Ah Batteriestrom raus. Wenn das ganze also auch bei bedecktem Wetter ohne Strom von außen funktionieren soll muss unsere Batterie halt "etwas" größer sein. Denn eines ist klar, wir wollen versuchen unseren benötigten Strom

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Weiter mit dem Möbelbau

Im Inneren geht es natürlich auch weiter. Ist ja auch dringend nötig, es wird nicht mehr viele Tage mit stabil trockenem Wetter geben. Also müssen die Möbel fertig werden.



Die erste Wand der Nasszelle ist aufgestellt, dahinter der (vordere) Sitzkasten der Sitzgruppe. In diesem Sitzkasten wird es auch einen Gaskasten für 2x 5kg Gas geben.



Neben dem Gastkasten bleibt noch ein guter Stauraum übrig. Den werden wir auch brauchen. Die zwei 5 kg Gasflaschen sind auch vollkommen ausreichend da das Gas nur zum kochen verwendet wird.

Beide Sitzkästen im Rohbau. Da wo hinten noch die Holzreste verwahrt werden ist später der Batterieraum für die Standstrom-Versorgung.

Der doppelte Boden beherbergt zwischen den Sitzkästen noch ein recht großes Werkzeugfach.



Natürlich ist das Fach im Alltag durch eine Bodenplatte verschlossen. Und unter dem Tisch ist es auch nicht so sehr gut zugänglich, deswegen bringe ich dort auch Werkzeug und solche (selten benötigten) Sachen unter.






Sonntag, 11. September 2022

Zusätzlicher Regenschutz

Von meinem Schuster hab ich mir einfach an einen Reststreifen Lkw Planenmaterial einen Keder annähen lassen. Diesen "Lappen" kann ich jetzt als zusätzlichen Regenschutz in die Front der Markise einziehen. Ich hoffe das reicht als zudätzlicher Regenschutz.
Denn ich werde in der nächsten Zeit wohl öfter bei schlechtem Wetter am Wohnmobil arbeiten müssen.

Samstag, 10. September 2022

Die Sache mit den Kleber-Resten

Wer unser Auto kennt der weiß das vom Vorbesitzer her noch alte Decor-Folien vorhanden sind. Die mussten wir für die Zulassung zumindest so weit entfernen wie Schriftzüge vorhanden waren. Das ging ja noch. Aber die Klebereste ...

Hier ist es gut zu sehen, die eine Hecktür ist schon sauber gemacht. Hierzu das passende Mittel überhaupt erstmal zu finden war das größte Problem.

Extrem scharfe Reiniger, Etikettenlöser, Waschbenzin, Isopropanol Alkohol, Bremsenreiniger ... über 20 verschiedene Mittel haben kläglich versagt.

Mit dem Teerentferner von Terroson hat es nun geklappt, ich krieg die Schei.... weg ! Endlich !

Und bisher schädigt es den Lack nicht. Kann ich nur empfehlen.

Die Markise

Einen wichtigen Schritt nach vorne hat es vor kurzem gegeben : die Markise wurde montiert.

Zum einen bringt sie Schatten vor dem Wohnmobil. Genauso wichtig ist sie jetzt beim bauen auch als Schutz vor Regen.
 
Zum abspannen der Markise hab ich 2 Ösen am Fahrzeug verschraubt. Denn auf dem Baumarkt-Parkplatz Zeltnägel in den Boden schlagen wär wohl keine gute Idee. An den ersten zwei Tagen mit Markise hab ich noch am Baum abgespannt, das war aber nur ein Behelf der auf Dauer nicht funktionieren würde.
 
Da wir mit einem begrenzten Etat arbeiten müssen wurde erstmal eine vorhandene Omnistore verwendet. Klar, die ist 50cm zu kurz ... egal. Denn sie muss nicht teuer bezahlt werden.

Donnerstag, 1. September 2022

Weiter mit dem Fenster

Der Innenrahmen mit Verdunkelungs- und Mückenschutz-Rollo ist jetzt auch montiert.
Hier mit Verdunkelung ...
... mit Verdunkelung UND Belüftung incl. Mückenschutz ...
... oder nur mit Mückenschutz.

Die Fensterfüllungen mach ich später. Die kann ich auch bei schlechtem Wetter (im Fahrzeug) anfertigen, denn große Platten muss ich dafür ja nicht bearbeiten.

Anfang nächste Woche kommt dann das nächste Fenster.

Montag, 22. August 2022

Raus schauen und lüften ...

... können wir jetzt auch. Das erste Fenster ist eingebaut.
Das ist übrigens ein Ausstellfenster von Belluna. Qualitativ und optisch sind die richtig gut. Ich denke damit haben wir uns nicht verkauft.

Wer übrigen denkt "das ist aber sehr hoch eingebaut" hat Recht. Die Unterkante liegt mehr als 2m über dem Boden. Aber ... durch den hohen Fahrzeugboden und den Doppelboden liegt die Unterkante des Fensters ca. 10cm über dem Tisch der Sitzgruppe.

Die hohe Lage der Fenster ist klasse. Ausspähen oder Einbruch durchs Fenster : unmöglich ! Wirklich gut !

Donnerstag, 4. August 2022

Oh je, ich muss dringend fleißiger schreiben ...

 Unsere Rollstuhl-Schublade ist mittlerweile zum Laderaum geworden. Zum Innenraum hin gibt es eine Trennwand. Und da ich im Innenraum mehr Platz brauche um weiter bauen zu können wird die Rollstuhl-Schublade (wenn wir das Fahrzeug nicht für Ausflüge brauchen) als Werkzeuglager benutzt.

Denn im Innenraum wachsen langsam die Möbel. So z.B. auf der rechten Seite, zwischen Schiebetür und Kofferraum, der Küchenblock. Aus einem nacksten Lattenrahmen als Gerüst wurde mittlerweile die Grundkonstruktion der Küche.



Da wo zur Zeit noch die gelbe Materialkiste steht wird in ein paar Wochen die Kompressor-Kühlbox einziehen. Die kann dann zur Schiebetür hin aus dem Küchenblock rausgezogen werden. Die Seitenwand wird  im Bereich der Kühlbox komplett geschlossen, das mache ich aber erst wenn die Kocher-/Spülen Kombination eingebaut ist.


Vor der Wand zum Kofferraum ist ein schmales Batteriefach über die ganze Breite eingebaut. Hier kommen demnächst die zwei 12V 280Ah Batterieblöcke rein. Mit 560Ah Gesamtkapazität und einer (nach jetziger Planung) 900 Watt starken Solaranlage sollte Strom im Fahrzeug kein Thema sein.



Vor dem Batterieraum, im doppelten Boden ist bereits der Abwassertank eingezogen.


Davor liegt seit 3 Wochen auch schon der Frischwassertank. Beide Tanks haben je 95 Liter Inhalt, das sollte bei 2 Personen ein paar Tage reichen.


Die Tanks werden keine Anschlüsse an den Seitenwänden oder am Boden bekommen. Das hat einen einfachen Grund. Wenn so ein Anschluss an der Unterseite undicht wird kann sich der gesamte Tankinhalt im Fahrzeug verteilen. Ist kein solcher Anschluss vorhanden kann das nicht passieren. Der Nachteil ist das wir für die Abwasserentsorgung eine Pumpe brauchen.



Dann ist auch endlich meine Baustelle-Wasserversorgung mit dem Kanister Geschichte und die Stirnwand zum Fahrerhaus hin kann geschlossen werden. Die Schalter an der Stirnwand sind übrigens als Wechselschalter montiert. Licht das dort eingeschaltet wurde kann später auch an der Sitzgruppe ausgeschaltet werden und umgekehrt.

In den nächsten Tagen wird die Markise montiert. Danach die beiden Fenster und die Kocher-/Spülen-Kombination. Dazu dann später mehr.  😃




Montag, 21. März 2022

Nein, der Holger schläft nicht !

 Nicht das meine Leser glauben ich tu den ganzen Tag nichts. Derzeit arbeite ich immer wenn das Wetter es zulässt am Wohnmobil.

 Bei Tag und ... nein, nicht bei Nacht. Aber durchaus noch bis in den Abend hinein.



Das Bauhaus hat netterweise so eine Art Flutlicht-Parkplatz-Beleuchtung. Fast schon ideal zum arbeiten. Auf jeden Fall romatisch ... !


Arbeitstisch raus, Werkbank aufstellen und schon kann es los gehen. Hier (das Bild ist von heute) streiche ich gerade die Schiebetüren für die Hängeschränke der Beifahrerseite. Wo wir gerade bei den Hängeschränken sind, die sind auf der Beifahrerseite mittlerweile fertig.



Vorne, über der Schiebetür, ein kleinerer Hängeschrank. So stößt man nicht mit dem Kopf dran wenn man durch die Türe raus will.



Über dem Küchenblock wird der Hängeschrank sehr viel größer. Wow, die haben richtig Volumen !


Auf diesem Bild ist zu sehen das ich auch für das Fenster am Küchenblock den Montageplatz bereits vorbereite. Hier kann später ein Seits S4 Ausstellfenster eingebaut werden. Aber erst muss es wärmer werden.

Auf den Bildern ist auch zu sehen das die Deckenverkleidung bis auf die erste und die letzte Platte fertig ist. Dabei hab ich bereits die Montage-Rahmen für zwei Dachluken eingebaut.



Die "fliegenden Kabel" gehören zur provisorischen Baustellen-Beleuchtung. So können die LED-Lampen je nach Bauzustand an anderen Stellen montiert werden und sind nicht im Weg. Wenn demnächst die Temperaturen dauerhaft über 16 Grad sind kann ich die Dachluken schon einbauen.

Heute hab ich außerdem meinen Holzplattenvorrat der bisher auf der Fahrerseite gelagert war auf die Beifahrerseite umgepackt. Denn ich muss ab morgen die alten Wandverkleidungen auf der Fahrerseite raus reißen. Dann baue ich dort die Hängeschränke. Und wenn die fertig sind kommen Isolierung und Wandverkleidung. Das ist mir wichtig weil bei steigenden Temperaturen dann die Arbeit im Fahrzeug deutlich angenehmer wird. Und die Hängeschränke kann ich prima nutzen um dort erstmal Werkzeug und Material zu verstauen.



Dienstag, 8. Februar 2022

Die ersten Ausbau-Tage ...

Es hat lange gedauert. Aber endlich ist es so weit, das Auto wurde nach den beiden Modellbau-Messen leer geräumt. Das ganze Messezeug war wieder sortiert und eingelagert. Dann kamen Weihnachten und Neujahr. Der Ausbau kann also jetzt beginnen. Natürlich kann man in wenigen Tagen keine Bäume versetzen, schon gar nicht bei dem derzeitigen Wetter. Aber man kann schon einiges sehen.

Da ich auf unserem Parkplatz nicht mit lauten Maschinen arbeiten kann hab ich die Arbeiten mit der Handkreissäge hinten in der Ecke auf dem Parkplatz von unserem Bauhaus gemacht. Die sind dort sehr entspannt. 😏  Und Privatgelände hat den Vorteil das mir das Ordnungsamt nicht auf die Nerven geht.

Der Ausbau soll mehr oder weniger "immer an der Wand lang" passieren. Also zuerst an der rechten Seitenwand entlang und als nächstes das Bett (hinten quer). Danach geht es an der linken Seitenwand mit der Sitzgruppe weiter und zuletzt folgt die Nasszelle in der vorderen, linken Ecke. Zwischendurch vorne quer an der Trennwand zum Fahrerhaus entlang.

Am Übergang zum Dach werden die Spanten eines Hängeschranks verschraubt. Sie werden so zugeschnitten das sie einfach an den Kastenträgern des Aufbaus seitlich mit M6 Schrauben, Unterlegscheiben und selbstsichernden Muttern angeschraubt werden können. Bei 3 - 4 Schrauben je Spant sollte das "bombensicher" sein.


Hier zeigt sich der Vorteil des Kofferaufbaus. Alles rechte Winkel und gerade Wände. Dazu im Fall des Flensburger Koffers ein stabiler Vierkant-Alurohr-Rahmen an dem man die Rippen der Hängeschränke erstklassig anschrauben kann.

Erst nach dem anschrauben der Rippen wird im Bereich der Hängeschränke die Isolierung eingebracht. Da der gesamte Wagen gerade Wände hat kann ich (im Gegensatz zu einem Kastenwagenausbauer) zu einer Isolierung mit XPS-Platten greifen. Der Vorteil ist das ich das Material problemlos und Etappen-weise im Baumarkt beschaffen kann. Gerade im Hinblick auf meine nicht vorhandenen Lager-Möglichkeiten ist das wichtig.

Als erstes wird eine Lage 20mm Styrodur zwischen den Alu-Trägern des Aufbaus verklebt. Darauf kommt später eine weitere, 20mm starke Schicht. Zum Schluss wird die gesamte Wand, also auch der Kastenrahmen, mit einer dritten (ebenfalls 20mm starken) Schicht abgedeckt. Diese dritte Schicht hat zwei Funktionen. Zum einen deckt sie den Kastenrahmen des Aufbaus komplett ab. So werden die Kältebrücken minimiert. Zum anderen werden Kabel-Kanäle und Leerrohre in diese Schicht eingebaut.


Im Dach werden zwei 30 mm starke Schichten mit versetztem Stoß eingebaut. Ich liebe Styrodur, das kann man so schön leicht verarbeiten. Hier noch provisorisch befestigt damit der Kleber abbinden kann. Später kommt dann die 7mm starke Innenverkleidungs-Platte drunter.

An den Stellen wo später die Innenverkleidungen verschraubt werden sollen werden 20mm starke Holzleisten auf den Kastenrahmen geschraubt. So können die Innenverkleidungen ganz einfach mit Spaxschrauben befestigt werden.

Außerdem hab ich an der Stirnwand begonnen. Ich habe dort die Innenverkleidung und die alte Isolierung komplett entfernt. Dabei wurde die alte Verkabelung des Aufbaus sichtbar. Zum einen wurde diese Verkabelung in der Vergangenheit mehrfach umgebaut und ist in dementsprechend "wirrem" Zustand. Ich habe z.B. zwei Kabel gefunden wo ich weder wusste wo sie her kamen noch welchen Job sie mal hatten (sie waren abgeklemmt als ich die Wand geöffnet habe, führten aber Strom). Zum anderen wird der Aufbau mit einer komplett neuen Elektrik versehen. Also erstmal (fast) alles raus.

Vor dem befestigen der 7mm starken Innenverkleidungen an der Wand zum Fahrerhaus muss noch die Unterkonstruktion für die Verschraubung des Handlaufs am Einstieg gebaut werden. Hierzu werden zwei Halteplatten aus einem Reststück Birke Multiplex 21mm bearbeitet und angeschraubt. Daran kann dann später der Handlauf befestigt werden.


Nur die alte Innenbeleuchtung blieb noch kurze Zeit in Betrieb bis eine temporäre LED-Beleuchtung den Job vorläufig übernehmen konnte. Dazu wurden dann 4 LED Streifenleuchten mit je 50 cm Länge an den Dachträgern befestigt und provisorisch verkabelt. Durch diese neue Innenbeleuchtung kann ich in der Ausbau-Zeit enorm Strom sparen.

Ein neuer Sicherungskasten wurde provisorisch an der Trennwand zum Fahrerhaus montiert und an die derzeitige Standstromversorgung des Fahrzeugs angeschlossen. Später wird dieser Sicherungskasten in den Hängeschrank eingebaut, auf die neue Standstromversorgung umgeklemmt und übernimmt die Versorgung des vorderen Aufbau-Bereichs.

In die Unterseite des Hängeschranks (der übrigens später Schiebetüren bekommen soll) wird eine LED Leuchte aus Aluminium eingebaut. Diese jeweils 50cm langen Leuchten sollen sich bei der Montage nicht gegeneinander verschieben können. Daher hab ich mit dem 3D Drucker passende Montagehilfen angefertigt. So kann ich sicherstellen das hinterher alles passt. Zum bohren der Befestigungslöcher hab ich mir ein weiteres "Klötzchen" als Bohrlehre gedruckt.


Und so sieht die Leuchte dann später mit einem warmweißen LED-Band aus. Die Streuscheibe verteilt das Licht sehr angenehm und völlig blendfrei.



Diese Leuchten werden bündig in die Unterseite der Hängeschränke eingelassen. Sie werden verklebt und verschraubt. Danach werden LED Bänder eingeklebt und die Streuscheiben montiert.

Zu den Daten der LED-Bänder :
Art der LED : Typ 5050 warmweiß
Bauart : nicht wasserfest und dimmbar
Zahl der LED : 60 Stück pro Meter
Trennbar jeweils nach 3 LED (also alle 5 cm) möglich
Leistung pro Meter : 6W bei 12V
Stromaufnahme pro Meter : 0,5A

Mittwoch, 10. November 2021

Die erste Langstrecke und ein Groß-Einkauf

Unser Schneckenhaus hat gerade die erste Langstrecke hinter sich gebracht. Als Standbetreiber auf der Messe Faszination Modellbau musste ich mit jede Menge Messe-Material von Köln aus nach Friedrichshafen am Bodensee.

Einfache Fahrt 565 km. Dann haben wir vor Ort noch das gesamte Holz für den Ausbau beim Vöhringer Factory Outlet abgeholt. Auf der Rückfahrt waren daher gute 850 kg Ladung im Wagen. Und ich muss sagen ... der Wagen hat das sehr gut bewältigt. Insgesamt ca. 1400 km bei einem Durchschnitts-Verbrauch von 11,2 Liter. Auch die relativ geringe Motorleistung von 87 PS war kein Problem. Wir konnten gut im Verkehr mitschwimmen und waren kein Verkehrshindernis.

Das ganze Fahrzeug hinterließ einen sehr guten Eindruck. Auch die tägliche Verladung des Rollstuhls mit dem Eigenbau-Kran lief problemlos obwohl die Stromversorgung noch provisorisch über ein Akkupack läuft. Nur die Schublade klemmt nach wie vor etwas da sie sich durch Temperaturänderungen und Feuchtigkeit verzogen hat. Da ist noch etwas Überarbeitung nötig.

Vom 17. bis 20. November muss der Wagen nochmal als Messetransporter für die Messe Intermodellbau in Dortmund ran. Dann geht der Ausbau ernsthaft los.
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Ich habe es oben schon erwähnt, das für den Umbau nötige Holz ist gekauft worden. Folgende Platten wurden eingekauft :

Indo-Sperrholz
5fach verleimt, 7mm stark : 27 Platten, je 2250 x 1220mm   (3,10 €/m²)

Birke Multiplex
12mm stark : 4 Stück, je 2500 x 1250mm   (16,05 €/m²)

Pappelsperrholz mit Ilomba Außenschichten
12mm stark : 7 Platten, je 2500 x 1220mm   (11,99 €/m²)

Pappelsperrholz mit E-Wood Außenschichten
12mm stark : 2 Platten, je 2500 x 1220mm   (11,99 €/m²)
Diese Platten sind mit dem Pappel/Ilomba Sperrholz vergleichbar.


Das Birke Multiplex soll aufgrund seines Gewichts ausschließlich für stark belastete Bereiche wie z.B. die Bodenplatten verwendet werden. Diese Holzsorte ist aufgrund des hohen Preises und der leichten Verfügbarkeit im Baumarkt bewusst knapp kalkuliert. Es kann also sein das ich nochmal einzelne, kleinere Zuschnitte im Baumarkt kaufen muss.

Die Möbel werden aus dem 12mm Pappelsperrholz und (für nicht tragende Bauteile) aus den 7mm Indo-Platten gebaut. Auch die Wand- und Deckenverkleidungen werden aus den 7mm Platten gefertigt da wir auf Stabilität großen Wert legen müssen. Gerade die 7mm Indo-Platten sparen dabei nicht nur extrem viel Gewicht ein. Sie sind auch mit 3,10 €/m² super preiswert. Und Wandverkleidungen, Deckenverkleidungen, Zwischenwände, Fachböden sowie Schranktüren müssen auf keinen Fall dicker sein. Da gerade diese Platten im Raum Köln nirgendwo zu kaufen wären habe ich da wesentlich großzügiger kalkuliert. Es wird mit Sicherheit Material übrig bleiben.


Mit der unterschiedlichen Optik der verschiedenen Holzsorten können wir gut leben da die Platten beim Bau der Einrichtung eh gestrichen werden sollen. So können auch später kleinere Fugen oder Schrauben verspachtelt werden.

Als "Opferplatten" zum Schutz für die Verladung hat man mir 3 Platten Ausschussware mitgegeben, die werde ich für Unterkonstruktionen und Technik-Halter im doppelten Boden mit verarbeiten. Dort spielt die Optik keine Rolle.

Sonntag, 17. Oktober 2021

Still hier ...

Ja, es ist derzeit SEHR still hier. Das liegt daran das es derzeit kaum was neues zu berichten gibt. Klar, Kleinkram wird gemacht. So hat z.B. das Fahrerhaus zwei USB-Steckdosen für das laden von Handys bekommen. Zwei neue Reifen auf der Vorderache ersetzten die einseitig abgelaufenen Altreifen. Und der Rollstuhl-Kran wurde optimiert. Aber insgesamt ruht der Umbau als Wohnmobil für ein paar Wochen.

Im November habe ich als Standbetreiber Messestände auf den Modellbaumessen in Friedrichshafen und Dortmund. Da gibt es viel vorzubereiten.

Für die Messestände wird der Ducato das letzte Mal als Lieferwagen eingesetzt. Und auf der Rückfahrt von der Messe in Friedrichshafen werden wir beim Outlett von Voehringer in Trochtelfingen das gesamte für den Umbau benötigte Holz abholen. Der Unterschied zu den Preisen in der Baumarkt-Holzabteilung ist gravierend. Wir sparen rund 2/3 der Kosten ein. Und dadurch das wir das auf der Rückfahrt von der Messe erledigen entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Transport.

Und Ende November geht es dann endlich mit dem Innenausbau los.

Samstag, 18. September 2021

Kleine Fortschritte ...

Vor vier Tagen hab ich bei Facebbok ein Posting von Schurs-Reisemobile gesehen. Darin stand zu lesen das sie mehrere Dachluken an Selbstabholer kostenlos abzugeben hätten. Da wir mit begrenztem Etat arbeiten müssen hab ich mich darauf sofort gemeldet. Die Dachluken stammen aus Umrüstungen und sind neuwertig.

Und vorgestern bin ich dann hin gefahren. Köln - Senden - Köln, knappe 260 km. Und dann kam die Überraschung : sie hatten sogar 3 statt 2 Dachluken für mich. Inclusive Verdunkelungs- und Mückenschutz-Rollos. Vielen Dank für diese tolle Aktion !

Seit heute ist der Kranarm zum verladen von Nicoles Elektrorollstuhl (halbwegs) fertig. So können wir mit einer Elektroseilwinde den 100 kg schweren Rollstuhl anheben.


Ist der Rolli hoch genug kann ich eine Schublade aus dem Auto raus ziehen und den Rollstuhl darauf abstellen. Dann kann der Rollstuhl quer im Heck des Ducato abgestellt werden. Morgen noch Klein- und Restarbeiten, dabei wird dann auch der orange Gurt oben durch ein Drahtseil ersetzt. Dann mach ich auch ein Video von der Verladung.



Donnerstag, 9. September 2021

Na also, geht doch !

 Ein kleines Blitz-Update :

Nachdem ich die zwei Anschlag-Gummis an der Hinterachse getauscht, die beschädigte Dachluke ausgebaut und verschlossen sowie die meisten Auspuffgummis ersetzt habe ging es heute zum TüV ! Und ... man glaubt es kaum ... es ging reibungslos über die Bühne. Der Ducato hat jetzt TüV bis 9/2023. Der eigentliche Ausbau kann also starten.

Donnerstag, 12. August 2021

Yeah ! Das Schneckenhaus ist zugelassen !

 Klar, vorerst als Lkw. Denn es ist ja noch keine Inneneinrichtung drin. Das kommt ja erst noch. Aber fahren darf es jetzt. Das erleichtert die Arbeiten stark. Denn auf unserem Stellplatz kann ich aufgrund der Nachbarn keinen Lärm machen. Alle Arbeiten die Lärm machen müssen also an anderen Orten durchgeführt werden.

Ein paar Bilder hab ich vorhin am ehemaligen Solinger Hbf quasi im Vorbeifahren gemacht.

Um den Ausgangszustand zu dokumentieren. Aus diesem Fahrzeug wird also unser Wohnmobil.

"Schneckenhaus" weil es ein eher gemächliches Fahrzeug ist. 87 PS bei 3,5to zulässigem Gesamtgewicht. Reisen statt Rasen ! Macht ja auch viel mehr Spaß.

Das Dekor ist natürlich jetzt, erst Recht nach dem entfernen der Beschriftungen, ein Flickenteppich. Dazu kommt das die Folie sich eigentlich nur bei starkem Sonnenschein halbwegs entfernen lässt. Es wird also noch eine fürchterliche Quälerei das komplett zu entfernen und das Fahrzeug zu polieren. Aber da werden wir wohl durch müssen.


Samstag, 7. August 2021

Der Engländer würde sagen : to be continued ...

Dank der Corona Einschränkungen bei so ziemlich allen Kölner Dienststellen incl. dem TüV zieht sich das ganze bis heute hin. Ich sag euch was ... das ist echt WAHNSINN.


Das Fahrzeug ist heuer ziemlich genau 20 Jahre auf der Straße unterwegs. Im originalen Auslieferungszustand. Und mit dem üblichen TüV alle 2 Jahre. Aber er kann so NICHT umgeschlüsselt werden von "So.Kfz Kat.Schutz Fahrzeug" auf "Lkw geschl. Kasten".

1.) das Kennzeichen das seit 20 Jahren am Rahmen-Ende montiert ist musste (da der vorgeschriebene Sichtwinkel nicht eingehalten wird) nach hinten versetzt werden.

2.) die oben liegenden Zusatz-Rückleuchten sind nicht zugelassen. Oben liegende Blinker darf er gar nicht haben. Oben liegende Bremsleuchten dürfte er haben ... aber nur wenn sie unter 150cm hoch montiert sind. Bei unserem Fahrzeug wären es 310 cm. Nun, es bleiben die oben liegenden Rückleuchten. Die dürfte er als Begrenzungsleuchten schon haben, genau genommen MUSS er sie sogar haben da er über 210 cm breit ist. Nun einfach die restlichen Leuchtflächen der oben liegenden Rückleuchten zu schwärzen geht aber nicht. Wegen der e-Prüfnummer (die aber in 310cm Höhe eh keiner ablesen kann). Also mussten die Rückleuchten ab- und neue Begrenzungsleuchen angebaut werden.

3.) alle Beschriftungen mussten restlos entfernt werden.

4.) die Webasto Standheizung im Aufbau musste raus da die Brennkammer älter als 10 Jahre war. Nun ist es so das ich durchaus wieder eine Kraftstoffheizung einbauen werde. Die Kraftstoffleitung bleibt also liegen. Und das (eine "ins leere führende" Kraftstoffleitung) mochte der TüV auch nicht. Obwohl ich ein Stück Vollmessing Rundmaterial als Stopfen in die Leitung mointiert und die Leitung ordentlich befestigt habe.

Aber ... nach langem Gerangel : es ist geschafft ! Ich habe das TüV Gutachten zur Umschlüsselung seit 3 Tagen vorliegen ! Die eigentlich geplante HU scheiterte leider an völlig verbrauchten Anschlagpuffern an der Hinterachse. Zum TüV muss ich also nochmal. Am Donnerstag, den 12.8. kann ich den Mitte Mai gekauften Wagen aber endlich zulassen.

Sonntag, 25. Juli 2021

Eigene Bauteile-Produktion ...

Selbst wenn gerade keiner am Fahrzeug arbeitet (ja, auch das kommt vor) geht es immer weiter. Seit ein paar Stunden auch automatisiert. Wir wollen ja an der ausziehbaren Rollstuhl-Schublade ein Ladegerät für den Rollstuhl anbringen. Außerdem soll die Kühlbox ausziehbar im Küchenschrank eingebaut werden. Die dafür notwendigen Kabel einfach so rum baumeln zu lassen wäre schlecht, das würde kaum ein paar Wochen halten. Daher druckt mein 3D Drucker (Ender 3pro) gerade Kettenglieder für eine Kabel-Schleppkette.


Diese Schleppkette schützt und führt das Kabel bei der Hin- und Her-Bewegung und ermöglicht die parallele Führung mehrerer Kabel gleichzeitig.


 
 
 Halter für die bekannten Ostmann Gewürzdosen sind auch gerade im entstehen. :-)



Da ich die normalen Bordspannungssteckdosen / Zigarettenanzündersteckdosen nicht mag entstehen hier auch gerade Einbau-Steckdosen auf XT90 Basis.



Eine Halterung als Schutz für ein spezielles (Modellbau-) Ladegerät aus meinem Bestand hab ich auch schon fertig. Damit werden wir später den Elektrorollstuhl von Nicole (24V Bleibatterie) über die 12V Solaranlage des Wohnmobils laden. Und da das Ladegerät dazu im "Kofferraum" des Fahrzeugs arbeiten muss hab ich einen extra massiven Halter entworfen der das Ladegerät wirkungsvoll vor anderer Ladung schützen kann. Damit wird das Ladegerät dann an der Rollstuhl-Schublade verschraubt.

 

 Und jetzt gibt es auch noch Schalterplatten und große Wand-Steckdosen im 60x60 mm Raster.





Eine Halterung für eine Taschenlampe ist auch schon fertig. Die wird später im Fahrerhaus montiert.


Schon praktisch so moderne Technik.  😏