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Montag, 21. März 2022

Nein, der Holger schläft nicht !

 Nicht das meine Leser glauben ich tu den ganzen Tag nichts. Derzeit arbeite ich immer wenn das Wetter es zulässt am Wohnmobil.

 Bei Tag und ... nein, nicht bei Nacht. Aber durchaus noch bis in den Abend hinein.



Das Bauhaus hat netterweise so eine Art Flutlicht-Parkplatz-Beleuchtung. Fast schon ideal zum arbeiten. Auf jeden Fall romatisch ... !


Arbeitstisch raus, Werkbank aufstellen und schon kann es los gehen. Hier (das Bild ist von heute) streiche ich gerade die Schiebetüren für die Hängeschränke der Beifahrerseite. Wo wir gerade bei den Hängeschränken sind, die sind auf der Beifahrerseite mittlerweile fertig.



Vorne, über der Schiebetür, ein kleinerer Hängeschrank. So stößt man nicht mit dem Kopf dran wenn man durch die Türe raus will.



Über dem Küchenblock wird der Hängeschrank sehr viel größer. Wow, die haben richtig Volumen !


Auf diesem Bild ist zu sehen das ich auch für das Fenster am Küchenblock den Montageplatz bereits vorbereite. Hier kann später ein Seits S4 Ausstellfenster eingebaut werden. Aber erst muss es wärmer werden.

Auf den Bildern ist auch zu sehen das die Deckenverkleidung bis auf die erste und die letzte Platte fertig ist. Dabei hab ich bereits die Montage-Rahmen für zwei Dachluken eingebaut.



Die "fliegenden Kabel" gehören zur provisorischen Baustellen-Beleuchtung. So können die LED-Lampen je nach Bauzustand an anderen Stellen montiert werden und sind nicht im Weg. Wenn demnächst die Temperaturen dauerhaft über 16 Grad sind kann ich die Dachluken schon einbauen.

Heute hab ich außerdem meinen Holzplattenvorrat der bisher auf der Fahrerseite gelagert war auf die Beifahrerseite umgepackt. Denn ich muss ab morgen die alten Wandverkleidungen auf der Fahrerseite raus reißen. Dann baue ich dort die Hängeschränke. Und wenn die fertig sind kommen Isolierung und Wandverkleidung. Das ist mir wichtig weil bei steigenden Temperaturen dann die Arbeit im Fahrzeug deutlich angenehmer wird. Und die Hängeschränke kann ich prima nutzen um dort erstmal Werkzeug und Material zu verstauen.



Dienstag, 8. Februar 2022

Die ersten Ausbau-Tage ...

Es hat lange gedauert. Aber endlich ist es so weit, das Auto wurde nach den beiden Modellbau-Messen leer geräumt. Das ganze Messezeug war wieder sortiert und eingelagert. Dann kamen Weihnachten und Neujahr. Der Ausbau kann also jetzt beginnen. Natürlich kann man in wenigen Tagen keine Bäume versetzen, schon gar nicht bei dem derzeitigen Wetter. Aber man kann schon einiges sehen.

Da ich auf unserem Parkplatz nicht mit lauten Maschinen arbeiten kann hab ich die Arbeiten mit der Handkreissäge hinten in der Ecke auf dem Parkplatz von unserem Bauhaus gemacht. Die sind dort sehr entspannt. 😏  Und Privatgelände hat den Vorteil das mir das Ordnungsamt nicht auf die Nerven geht.

Der Ausbau soll mehr oder weniger "immer an der Wand lang" passieren. Also zuerst an der rechten Seitenwand entlang und als nächstes das Bett (hinten quer). Danach geht es an der linken Seitenwand mit der Sitzgruppe weiter und zuletzt folgt die Nasszelle in der vorderen, linken Ecke. Zwischendurch vorne quer an der Trennwand zum Fahrerhaus entlang.

Am Übergang zum Dach werden die Spanten eines Hängeschranks verschraubt. Sie werden so zugeschnitten das sie einfach an den Kastenträgern des Aufbaus seitlich mit M6 Schrauben, Unterlegscheiben und selbstsichernden Muttern angeschraubt werden können. Bei 3 - 4 Schrauben je Spant sollte das "bombensicher" sein.


Hier zeigt sich der Vorteil des Kofferaufbaus. Alles rechte Winkel und gerade Wände. Dazu im Fall des Flensburger Koffers ein stabiler Vierkant-Alurohr-Rahmen an dem man die Rippen der Hängeschränke erstklassig anschrauben kann.

Erst nach dem anschrauben der Rippen wird im Bereich der Hängeschränke die Isolierung eingebracht. Da der gesamte Wagen gerade Wände hat kann ich (im Gegensatz zu einem Kastenwagenausbauer) zu einer Isolierung mit XPS-Platten greifen. Der Vorteil ist das ich das Material problemlos und Etappen-weise im Baumarkt beschaffen kann. Gerade im Hinblick auf meine nicht vorhandenen Lager-Möglichkeiten ist das wichtig.

Als erstes wird eine Lage 20mm Styrodur zwischen den Alu-Trägern des Aufbaus verklebt. Darauf kommt später eine weitere, 20mm starke Schicht. Zum Schluss wird die gesamte Wand, also auch der Kastenrahmen, mit einer dritten (ebenfalls 20mm starken) Schicht abgedeckt. Diese dritte Schicht hat zwei Funktionen. Zum einen deckt sie den Kastenrahmen des Aufbaus komplett ab. So werden die Kältebrücken minimiert. Zum anderen werden Kabel-Kanäle und Leerrohre in diese Schicht eingebaut.


Im Dach werden zwei 30 mm starke Schichten mit versetztem Stoß eingebaut. Ich liebe Styrodur, das kann man so schön leicht verarbeiten. Hier noch provisorisch befestigt damit der Kleber abbinden kann. Später kommt dann die 7mm starke Innenverkleidungs-Platte drunter.

An den Stellen wo später die Innenverkleidungen verschraubt werden sollen werden 20mm starke Holzleisten auf den Kastenrahmen geschraubt. So können die Innenverkleidungen ganz einfach mit Spaxschrauben befestigt werden.

Außerdem hab ich an der Stirnwand begonnen. Ich habe dort die Innenverkleidung und die alte Isolierung komplett entfernt. Dabei wurde die alte Verkabelung des Aufbaus sichtbar. Zum einen wurde diese Verkabelung in der Vergangenheit mehrfach umgebaut und ist in dementsprechend "wirrem" Zustand. Ich habe z.B. zwei Kabel gefunden wo ich weder wusste wo sie her kamen noch welchen Job sie mal hatten (sie waren abgeklemmt als ich die Wand geöffnet habe, führten aber Strom). Zum anderen wird der Aufbau mit einer komplett neuen Elektrik versehen. Also erstmal (fast) alles raus.

Vor dem befestigen der 7mm starken Innenverkleidungen an der Wand zum Fahrerhaus muss noch die Unterkonstruktion für die Verschraubung des Handlaufs am Einstieg gebaut werden. Hierzu werden zwei Halteplatten aus einem Reststück Birke Multiplex 21mm bearbeitet und angeschraubt. Daran kann dann später der Handlauf befestigt werden.


Nur die alte Innenbeleuchtung blieb noch kurze Zeit in Betrieb bis eine temporäre LED-Beleuchtung den Job vorläufig übernehmen konnte. Dazu wurden dann 4 LED Streifenleuchten mit je 50 cm Länge an den Dachträgern befestigt und provisorisch verkabelt. Durch diese neue Innenbeleuchtung kann ich in der Ausbau-Zeit enorm Strom sparen.

Ein neuer Sicherungskasten wurde provisorisch an der Trennwand zum Fahrerhaus montiert und an die derzeitige Standstromversorgung des Fahrzeugs angeschlossen. Später wird dieser Sicherungskasten in den Hängeschrank eingebaut, auf die neue Standstromversorgung umgeklemmt und übernimmt die Versorgung des vorderen Aufbau-Bereichs.

In die Unterseite des Hängeschranks (der übrigens später Schiebetüren bekommen soll) wird eine LED Leuchte aus Aluminium eingebaut. Diese jeweils 50cm langen Leuchten sollen sich bei der Montage nicht gegeneinander verschieben können. Daher hab ich mit dem 3D Drucker passende Montagehilfen angefertigt. So kann ich sicherstellen das hinterher alles passt. Zum bohren der Befestigungslöcher hab ich mir ein weiteres "Klötzchen" als Bohrlehre gedruckt.


Und so sieht die Leuchte dann später mit einem warmweißen LED-Band aus. Die Streuscheibe verteilt das Licht sehr angenehm und völlig blendfrei.



Diese Leuchten werden bündig in die Unterseite der Hängeschränke eingelassen. Sie werden verklebt und verschraubt. Danach werden LED Bänder eingeklebt und die Streuscheiben montiert.

Zu den Daten der LED-Bänder :
Art der LED : Typ 5050 warmweiß
Bauart : nicht wasserfest und dimmbar
Zahl der LED : 60 Stück pro Meter
Trennbar jeweils nach 3 LED (also alle 5 cm) möglich
Leistung pro Meter : 6W bei 12V
Stromaufnahme pro Meter : 0,5A

Mittwoch, 10. November 2021

Die erste Langstrecke und ein Groß-Einkauf

Unser Schneckenhaus hat gerade die erste Langstrecke hinter sich gebracht. Als Standbetreiber auf der Messe Faszination Modellbau musste ich mit jede Menge Messe-Material von Köln aus nach Friedrichshafen am Bodensee.

Einfache Fahrt 565 km. Dann haben wir vor Ort noch das gesamte Holz für den Ausbau beim Vöhringer Factory Outlet abgeholt. Auf der Rückfahrt waren daher gute 850 kg Ladung im Wagen. Und ich muss sagen ... der Wagen hat das sehr gut bewältigt. Insgesamt ca. 1400 km bei einem Durchschnitts-Verbrauch von 11,2 Liter. Auch die relativ geringe Motorleistung von 87 PS war kein Problem. Wir konnten gut im Verkehr mitschwimmen und waren kein Verkehrshindernis.

Das ganze Fahrzeug hinterließ einen sehr guten Eindruck. Auch die tägliche Verladung des Rollstuhls mit dem Eigenbau-Kran lief problemlos obwohl die Stromversorgung noch provisorisch über ein Akkupack läuft. Nur die Schublade klemmt nach wie vor etwas da sie sich durch Temperaturänderungen und Feuchtigkeit verzogen hat. Da ist noch etwas Überarbeitung nötig.

Vom 17. bis 20. November muss der Wagen nochmal als Messetransporter für die Messe Intermodellbau in Dortmund ran. Dann geht der Ausbau ernsthaft los.
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Ich habe es oben schon erwähnt, das für den Umbau nötige Holz ist gekauft worden. Folgende Platten wurden eingekauft :

Indo-Sperrholz
5fach verleimt, 7mm stark : 27 Platten, je 2250 x 1220mm   (3,10 €/m²)

Birke Multiplex
12mm stark : 4 Stück, je 2500 x 1250mm   (16,05 €/m²)

Pappelsperrholz mit Ilomba Außenschichten
12mm stark : 7 Platten, je 2500 x 1220mm   (11,99 €/m²)

Pappelsperrholz mit E-Wood Außenschichten
12mm stark : 2 Platten, je 2500 x 1220mm   (11,99 €/m²)
Diese Platten sind mit dem Pappel/Ilomba Sperrholz vergleichbar.


Das Birke Multiplex soll aufgrund seines Gewichts ausschließlich für stark belastete Bereiche wie z.B. die Bodenplatten verwendet werden. Diese Holzsorte ist aufgrund des hohen Preises und der leichten Verfügbarkeit im Baumarkt bewusst knapp kalkuliert. Es kann also sein das ich nochmal einzelne, kleinere Zuschnitte im Baumarkt kaufen muss.

Die Möbel werden aus dem 12mm Pappelsperrholz und (für nicht tragende Bauteile) aus den 7mm Indo-Platten gebaut. Auch die Wand- und Deckenverkleidungen werden aus den 7mm Platten gefertigt da wir auf Stabilität großen Wert legen müssen. Gerade die 7mm Indo-Platten sparen dabei nicht nur extrem viel Gewicht ein. Sie sind auch mit 3,10 €/m² super preiswert. Und Wandverkleidungen, Deckenverkleidungen, Zwischenwände, Fachböden sowie Schranktüren müssen auf keinen Fall dicker sein. Da gerade diese Platten im Raum Köln nirgendwo zu kaufen wären habe ich da wesentlich großzügiger kalkuliert. Es wird mit Sicherheit Material übrig bleiben.


Mit der unterschiedlichen Optik der verschiedenen Holzsorten können wir gut leben da die Platten beim Bau der Einrichtung eh gestrichen werden sollen. So können auch später kleinere Fugen oder Schrauben verspachtelt werden.

Als "Opferplatten" zum Schutz für die Verladung hat man mir 3 Platten Ausschussware mitgegeben, die werde ich für Unterkonstruktionen und Technik-Halter im doppelten Boden mit verarbeiten. Dort spielt die Optik keine Rolle.

Sonntag, 17. Oktober 2021

Still hier ...

Ja, es ist derzeit SEHR still hier. Das liegt daran das es derzeit kaum was neues zu berichten gibt. Klar, Kleinkram wird gemacht. So hat z.B. das Fahrerhaus zwei USB-Steckdosen für das laden von Handys bekommen. Zwei neue Reifen auf der Vorderache ersetzten die einseitig abgelaufenen Altreifen. Und der Rollstuhl-Kran wurde optimiert. Aber insgesamt ruht der Umbau als Wohnmobil für ein paar Wochen.

Im November habe ich als Standbetreiber Messestände auf den Modellbaumessen in Friedrichshafen und Dortmund. Da gibt es viel vorzubereiten.

Für die Messestände wird der Ducato das letzte Mal als Lieferwagen eingesetzt. Und auf der Rückfahrt von der Messe in Friedrichshafen werden wir beim Outlett von Voehringer in Trochtelfingen das gesamte für den Umbau benötigte Holz abholen. Der Unterschied zu den Preisen in der Baumarkt-Holzabteilung ist gravierend. Wir sparen rund 2/3 der Kosten ein. Und dadurch das wir das auf der Rückfahrt von der Messe erledigen entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Transport.

Und Ende November geht es dann endlich mit dem Innenausbau los.

Samstag, 18. September 2021

Kleine Fortschritte ...

Vor vier Tagen hab ich bei Facebbok ein Posting von Schurs-Reisemobile gesehen. Darin stand zu lesen das sie mehrere Dachluken an Selbstabholer kostenlos abzugeben hätten. Da wir mit begrenztem Etat arbeiten müssen hab ich mich darauf sofort gemeldet. Die Dachluken stammen aus Umrüstungen und sind neuwertig.

Und vorgestern bin ich dann hin gefahren. Köln - Senden - Köln, knappe 260 km. Und dann kam die Überraschung : sie hatten sogar 3 statt 2 Dachluken für mich. Inclusive Verdunkelungs- und Mückenschutz-Rollos. Vielen Dank für diese tolle Aktion !

Seit heute ist der Kranarm zum verladen von Nicoles Elektrorollstuhl (halbwegs) fertig. So können wir mit einer Elektroseilwinde den 100 kg schweren Rollstuhl anheben.


Ist der Rolli hoch genug kann ich eine Schublade aus dem Auto raus ziehen und den Rollstuhl darauf abstellen. Dann kann der Rollstuhl quer im Heck des Ducato abgestellt werden. Morgen noch Klein- und Restarbeiten, dabei wird dann auch der orange Gurt oben durch ein Drahtseil ersetzt. Dann mach ich auch ein Video von der Verladung.



Donnerstag, 9. September 2021

Na also, geht doch !

 Ein kleines Blitz-Update :

Nachdem ich die zwei Anschlag-Gummis an der Hinterachse getauscht, die beschädigte Dachluke ausgebaut und verschlossen sowie die meisten Auspuffgummis ersetzt habe ging es heute zum TüV ! Und ... man glaubt es kaum ... es ging reibungslos über die Bühne. Der Ducato hat jetzt TüV bis 9/2023. Der eigentliche Ausbau kann also starten.

Donnerstag, 12. August 2021

Yeah ! Das Schneckenhaus ist zugelassen !

 Klar, vorerst als Lkw. Denn es ist ja noch keine Inneneinrichtung drin. Das kommt ja erst noch. Aber fahren darf es jetzt. Das erleichtert die Arbeiten stark. Denn auf unserem Stellplatz kann ich aufgrund der Nachbarn keinen Lärm machen. Alle Arbeiten die Lärm machen müssen also an anderen Orten durchgeführt werden.

Ein paar Bilder hab ich vorhin am ehemaligen Solinger Hbf quasi im Vorbeifahren gemacht.

Um den Ausgangszustand zu dokumentieren. Aus diesem Fahrzeug wird also unser Wohnmobil.

"Schneckenhaus" weil es ein eher gemächliches Fahrzeug ist. 87 PS bei 3,5to zulässigem Gesamtgewicht. Reisen statt Rasen ! Macht ja auch viel mehr Spaß.

Das Dekor ist natürlich jetzt, erst Recht nach dem entfernen der Beschriftungen, ein Flickenteppich. Dazu kommt das die Folie sich eigentlich nur bei starkem Sonnenschein halbwegs entfernen lässt. Es wird also noch eine fürchterliche Quälerei das komplett zu entfernen und das Fahrzeug zu polieren. Aber da werden wir wohl durch müssen.